Brücken bauen / Bruggen bouwen: Besuch aus Antwerpen bei der IBA-M

Ein Mann im weißen Hemd steht vor einer Gruppe junger Erwachsener und deutet auf eine Brücke im Hintergrund.
Belgische Studierende auf Exkursion mit Benjamin David vom IBA-M-Projektkandidaten „Die grüne Brücke“. © IBA-M

Das I in IBA steht für International. Für uns Anspruch und gelebte Praxis: Im April begrüßten wir rund 50 Studierende der Uni Antwerpen. Warum es in ihrer Heimatstadt keine Brücken über die Schelde gibt und welche Münchner Brücke sie besonders begeisterte, lest ihr hier.

Brücken bauen, Beziehungen herstellen, Menschen und Ideen in Bewegung bringen: Das ist die IBA-M. Deshalb freuten wir uns besonders, als die Universität Antwerpen aus dem Norden Belgiens sich auf Exkursion in die bayerische Landeshauptstadt München begab. Rund 50 Urban-Design-Studierende besichtigten den Mittleren Ring, Quartiersentwicklungen in Freiham und Riem – und die IBA-M.

Die IBA-M will Brücken bauen. Nicht im wörtlichen, sondern im übertragenen Sinn. Wie, das erklärte Leoni Vollmann aus unserem Projekte-Team den belgischen Gästen. Dann wurde es konkret, mit den Projektkandidaten „Die Donnersberger“ und „Die Grüne Brücke“ an der Braunauer Eisenbahnbrücke. Die waren schon allein deshalb spannend, weil in Antwerpen keine Brücken über den Fluss Schelde führen. Um die Schifffahrt nicht zu behindern, gibt es dort nur zahlreiche Tunnel.

Aber zurück nach München. Die Donnersbergerbrücke, eine der meistbefahrenen Innenstadt-Brücken Europas, soll bis in die 2040er Jahre vollständig erneuert werden. Bei laufendem Betrieb auf und unter der Brücke. Die Vision: eine städtebauliche Landmarke. Wie die Stadt das schaffen will, erläuterte Adrian Keine von der Landeshauptstadt München im PlanTreff in der Altstadt.

Eine Brücke, über die Autos fahren. Darunter Bahngleise, im Hintergrund Hochhäuser.
Die Donnersbergerbrücke: bislang rein auf den Autoverkehr ausgerichtet. © Landeshauptstadt München
Junge Erwachsene in Warnwesten stehen auf einer Brücke, ein Mann im weißen Hemd deutet ans andere Ende. Über ihnen ragt die rostrote Brückenkonstruktion in den Himmel.
Belgische Studierende beim Besuch der Braunauer Eisenbahnbrücke. © IBA-M

Nächster Stopp: Die Braunauer Eisenbahnbrücke. Sie quert südlich der Altstadt die Isar. Doch ein Gleis wurde 1981 stillgelegt und steht seit 2017 unter Denkmalschutz. Zeit für etwas Neues, findet Benjamin David von „Isarlust“. Er führte die Studierenden zur Brücke und zeigte, was sein Verein vorhat: das alte Gleis zu neuem Leben erwecken, als temporären Fußweg und Treffpunkt mit Sitzgelegenheiten, Pflanzen und kleinen Aufenthaltsangeboten. Arbeitstitel: Isarglück.

Der Ausflug zur Braunauer Eisenbahnbrücke war ein Highlight für unsere Gäste. Ihnen gefiel der Graswurzel-Ansatz von Isarlust und die gute Zusammenarbeit zwischen Bürgerinitiative, Bahn und Stadt. Aber auch sonst zeigten sich Studierende wie Professoren sehr interessiert an der IBA-M und der Vielfalt ihrer Projektkandidaten.

Und die IBA-M wird immer internationaler. Ende Juni begrüßen wir eine Delegation aus den Niederlanden, ab Juli entwickeln wir eine Internationalisierungs-Strategie mit konkreten Aktivitäten, und für den Herbst haben sich weitere Besucherinnen und Besucher angekündigt. Auch unsere Gäste von der Uni Antwerpen sehen wir hoffentlich wieder. Spätestens wenn die Grüne Brücke Eröffnung feiert.

Skizze einer hölzernen Brücke mit Pflanzen, Sitzgelegenheiten und mehreren Menschen. Im Hintergrund Fluss und blauer Himmel.
Projektskizze der Grünen Brücke. © Zeichen und Wunder


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