Auf geht’s! Die IBA sucht Projekte!

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Metropolregion München denkt Mobilität weiter, breiter und vor allem neu. Ab sofort geht die IBA in die erste entscheidende Phase – wir suchen Ideen und Impulse für Projekte zum Thema „Räume der Mobilität“.

Gemeinsam wollen wir Neues ausprobieren, Verwegenes denken und bisher Unerreichtes realisieren – für exzellente Lösungen in der Metropolregion München von morgen.

Mit diesem Aufruf startet die Sammlung von Projektideen, deren Einreichung während der gesamten IBA-Laufzeit möglich ist. Teilnahmeberechtigt sind Kommunen, Unternehmen, Stiftungen, Vereine, Hochschulen und Privatpersonen aus der Metropolregion München, die ein Projekt zum Thema „Räume der Mobilität“ realisieren möchten und Interesse an einer Teilnahme am Qualifizierungsprozess der IBA Metropolregion München haben.

Bis 2034 vernetzen wir Akteure in der Metropolregion, begleiten einzelne Ideen mit fachlicher Expertise hin zu neuartigen und vorbildlichen Projekten, helfen bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten und schaffen Sichtbarkeit für exzellente Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen der Mobilität.

(c) istock.com/cineberg

Wer kann eine Projektidee einreichen?

Wir freuen uns auf eine große Vielfalt an Projektideen – von urban bis ländlich, von schnell umsetzbar bis langfristig zu entwickeln (auch über die Laufzeit unserer IBA hinaus), von geplanten Bauwerken über virtuelle Räume bis hin zu innovativen Forschungsvorhaben oder Planungsprozessen. Auch kleine Projekte und Schritte in die Zukunft willkommen. Kleine, ländliche Kommunen können genauso von der IBA profitieren wie große Städte und urbane Räume.

Einreichen können Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die ein Projekt in der Metropolregion München zum Thema „Räume der Mobilität“ mit hohem Anspruch an Innovation und Qualität realisieren und gemeinsam mit der IBA Metropolregion München GmbH entwickeln und weiter qualifizieren möchten.

(c) istock.com/bibi57

Wie geht es nach dem Projektaufruf weiter?

Projektideen können grundsätzlich während der gesamten Laufzeit der IBA in den kommenden zehn Jahren eingereicht werden. Ein erster Stichtag für die Einreichung ist Dienstag, 15. Oktober 2024. Projektideen, die bis zu diesem Tag eingereicht werden, werden bei unserem ersten “Tag der IBA-Projektideen” am Mittwoch, 4. Dezember 2024, im Haus der Architektur (Waisenhausstraße 4, 80637 München) vorgestellt. Projekttragende haben hier die Möglichkeit, sich mit anderen Akteuren und ihren Ansätzen auszutauschen, Ihre Ideen weiterzuspinnen und gemeinsam noch größer zu denken – nach dem Motto: Eins und Eins ist mehr als Zwei.

Nach dem Projektaufruf werden die Projektideen von der IBA gemeinsam mit den Projekttragenden fachlich weiterentwickelt. Neben der Qualifizierung der Projekte umfasst die Unterstützung seitens der IBA beispielsweise den Support bei der Akquise von Fördermitteln, bei der Kommunikation sowie der Vernetzung mit anderen Akteuren.

Danach entscheiden ein teils international besetztes Kuratorium sowie der Aufsichtsrat der IBA, welche Projekte voraussichtlich im Herbst 2025 den Status eines „IBA-Kandidaten“ erhalten. In einem zweiten Schritt werden aus diesen IBA-Kandidaten realisierbare „IBA-Projekte“ ausgewählt, die in der Projektentwicklung durch die IBA-Gesellschaft gefördert, aber auch gefordert werden.

Voraussetzung für eine spätere erfolgreiche Kennzeichnung als “Projektinitiative “IBA-Kandidat” und “IBA-Projekt” ist, dass die Projektideen neuartige, überraschende, aber auch realisierbare Ansätze zur Lösung wichtiger Zukunftsfragen der Mobilität liefern. Die untenstehende Liste unterstützt interessierte Projekttragende bei der Einordnung und Weiterentwicklung ihrer Projektideen bereits vor der Einreichung.

(c) IBA Metropolregion München

Was kann ich tun, wenn ich einen Projektraum, aber keine Projektidee habe?

Für Interessierte, die eine zu entwickelnde Fläche, aber noch keine zündende Idee für ein Projekt haben, können über einen Fragebogen auch einen Projektraum ohne Idee einreichen. Wir sind gespannt auf eine große Vielfalt an Raumtypen – klein- oder großflächig, gut angebunden oder noch zu erschließen, von urban bis ländlich.

Die IBA Metropolregion München unterstützt bei der Vernetzung mit Akteuren und der Suche nach einer geeigneten Projektidee.

(c) istock.com/lowkick

Nach welchen Projektkriterien bewertet die IBA die eingereichten Ideen?

Voraussetzung für eine erfolgreiche Kennzeichnung als „IBA-Kandidat“ ist, dass die Projektideen neuartige, überraschende, aber auch realisierbare Ansätze zur Lösung wichtiger Zukunftsfragen der Mobilität liefern. Die folgende Liste mit Fragen zu den jeweiligen Projektkriterien unterstützt Projektträger:innen bei der Diskussion, Einordnung und Weiterentwicklung der Ideen zur Einreichung.

  1. Anders und besser unterwegs. IBA-Projekte prägen ein neues Verständnis von Mobilität in der Region.
    • Welches Verständnis von Mobilität verfolgt die Projektidee und inwieweit geht dieses Verständnis über bisherige Ansätze in der Metropolregion München hinaus?
    • Was macht die Projektidee einzigartig und innovativ und worin besteht das Alleinstellungsmerkmal der Projektidee – in Bezug auf die Metropolregion München sowie aus internationaler Perspektive?
    • Welche fachlichen Perspektiven und Disziplinen tragen zum gewählten Ansatz von Mobilität bei?
  2. Zukunftsorientiert. IBA-Projekte wirken nachhaltig und haben Impulskraft.
    • Welche positiven Wirkungen lässt die Projektidee für die Metropolregion München erwarten – in Bezug auf Raum, Klima, Umwelt, Wirtschaft, Soziales, Kultur?
    • Welches Verständnis von Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit verfolgt die Projektidee?
  3. Räumlich erlebbar. IBA-Projekte gestalten Räume mit hoher Qualität und Baukultur.
    • Welche Orte und Räume werden mit der Projektidee entwickelt und gestaltet?
    • Wie wird die Projektidee für Menschen in der Metropolregion wahrnehmbar und erlebbar?
  4. Der Mensch im Mittelpunkt. IBA-Projekte sind inklusiv und ermöglichen soziale Teilhabe in der Metropolregion.
    • Worin besteht der Gebrauchswert und Nutzwert der Projektidee für Menschen in der Metropolregion München? Wer ist die Zielgruppe?
    • Wie ermöglicht das Projekt gerechten und barrierefreien Zugang sowie die Teilhabe von Menschen, die von der Idee angesprochen werden?
  5. Vor Ort und doch verbunden. IBA-Projekte bringen Mehrwert für das Miteinander in der Metropolregion.
    • Welchen interkommunalen bis regionalen Mehrwert hat die Projektidee und was bringt das Projekt den Nachbar:innen in der Metropolregion?
    • Welche Potenziale bestehen zur Übertragbarkeit und Skalierbarkeit der Projektidee innerhalb und außerhalb der Metropolregion München?
  6. Gemeinsam gestalten. IBA-Projekte entstehen durch innovative Akteure und Allianzen.
    • Welches Potenzial besteht für eine akteurs- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des Projekts? Welche Allianzen und Partnerschaften können sich mit der Projektidee weiterentwickeln?
    • Welche Form von Gemeinwohlorientierung und Sinnstiftung wird mit der Projektidee verfolgt?
  7. Realisierbar mit Entwicklungspotenzial. IBA-Projekte haben realistische Chancen auf Umsetzung und Weiterentwicklung.
    • Ist die Projektidee ökonomisch und technisch realisierbar?
    • Ist die Planung noch nicht abgeschlossen und besteht die Bereitschaft, gemeinsam mit der IBA Metropolregion München weitere Qualitäten zu erschließen?
(c) istock.com/altmodern

Projekte zu welchen Zukunftsthemen sind für die IBA interessant?

Die IBA sucht Projekte mit einer großen thematischen Vielfalt: Ideen für konkrete Bauten, für Konzepte oder Programme, die visionäre Impulse für Räume der Mobilität in der Metropolregion München setzen. Jedes Projekt muss sich neben der Erfüllung der Projektkriterien einem oder mehreren dieser Zukunftsthemen auf exzellente Art und Weise nähern.

  1. Nähe und Nachbarschaft: IBA-Projekte fördern Nähe und Nachbarschaft durch Nutzungsmischung und nachhaltige Formen der Mobilität.
    • Wie sehen urbane und dörfliche Nachbarschaften aus, die Nutzungsmischungen und Mobilität so organisieren und gestalten, dass alle wichtigen Alltagsziele klimaneutral erreichbar und für alle zugänglich sind?
  2. Baukultur und Gestaltungsqualität: IBA-Projekte gestalten Räume der Mobilität so, dass die Mobilitätswende positiv erlebbar und spürbar wird.
    • Wie lassen sich Straßen, Plätze, Wege, Bahnhöfe, Mobilitätsstationen, Freiräume und Landschaften in der Metropolregion München so gestalten, dass sie nachhaltige Mobilität und Lebensqualität unterstützen, also die Mobilitätswende spürbar und erlebbar machen?
  3. Naherholung und Freizeitwert: IBA-Projekte organisieren Naherholung und Freizeitqualität und deren Zugänglichkeit im Quartier und der Region neu.
    • Wie können Freizeit und Erholung in der ganzen Region partnerschaftlicher, ökologischer und lebenswerter für alle organisiert werden?
    • Welche Rollen können die unmittelbaren Wohn-, Arbeits- und Bildungsumfelder sowie die Zugänglichkeit der regionalen Landschaften mit klimaneutralen, sanften Formen der Fortbewegung spielen?
  4. Gesund und multimodal unterwegs: IBA-Projekte etablieren neue Praktiken auf dem Dort und in der Stadt, um gesund und multimodal unterwegs zu sein.
    • Wie kann die Kombination aus bewährten und neuen Angeboten das Unterwegssein mit Muskelkraft befördern?
    • Welche alltäglichen, wöchentlichen und gelegentlichen Praktiken und Nutzungsmuster können auf dem Dorf und in der Stadt neu etabliert werden?
  5. Regionale Ressourcen und Kreisläufe: IBA-Projekte gestalten regionale Arbeitsteilung und produktive Kreisläufe, um Ressourcen zu sparen.
    • Wie lassen sich Produktion, Distribution, Dienstleistungen und Handel sowie die dabei anfallenden Wege in der Metropolregion kooperativ, smart und klimaneutral organisieren?
    • Welche neuen regionalen Arbeitsteilungen und produktiven Kreisläufe können zwischen Räumen mit verschiedenen Talenten geschaffen werden?
  6. Global-regionale Wertschöpfungsketten: IBA-Projekte organisieren globale Wertschöpfung nachhaltig und auf regionaler Ebene.
    • Wie kann globale Wertschöpfung mithilfe neuer Abläufe und innovativer Technologien regional und kleinräumig so organisiert werden, dass sich Güter- und Personenströme reduzieren, Synergien besser genutzt werden und für die gesamte Region nachhaltige Kreisläufe entstehen?
  7. Smart Mobility auf menschlichem Maßstab: IBA-Projekte nutzen intelligente Organisationsformen und soziotechnische Innovationen, um das Verkehrssystem nutzungsfreundlicher und nachhaltiger zu gestalten.
    • Wie können intelligente Organisationsformen, digitale Technologien und Individuen sowie Institutionen besser interagieren und kommunizieren, um das Verkehrssystem nutzungsfreundlicher und nachhaltiger zu gestalten?
    • Welche soziotechnischen Innovationen können in verschiedenen räumlichen und sozialen Kontexten vorangebracht werden?
  8. Organisation und Zugehörigkeit: IBA-Projekte denken Organisation und Finanzierung neu, um zugängliche und attraktive Mobilitätsangebote in der ganzen Region zu schaffen.
    • Wie können saubere, nachhaltige und klimaneutrale Mobilitätsangebote in der ganzen Region und für alle Zielgruppen zugänglich und attraktiv gemacht werden?
    • Welche neuen Formen der Finanzierung und Aufgabenteilung zwischen öffentlichen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen sind tragfähig?


Downloads zur Projekteinreichung

Zur Einreichung einer Projektidee (oder eines Projektraums ohne Idee) nutzen Sie bitte den entsprechenden untenstehenden Fragebogen. Füllen Sie bitte alle Fragen aus – damit ermöglichen Sie uns einen möglichst vollständigen Überblick über Ihr Projekt bzw. Ihren Projektraum.

Die Einreichung ist per E-Mail an ideenraum@iba-m.de möglich. Falls Sie die Skizzen einzeln einreichen möchten, schicken Sie diese bitte im JPG- oder PDF-Format (Auflösung 300 dpi, mit Angabe der Bildrechte). Bitte beachten Sie, dass die Größe aller Dateien insgesamt 10 MB nicht überschreiten darf.