Ein Wohnviertel, in dem man am liebsten zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist: Diese Vision soll im Klimaquartier Ramersdorf Wirklichkeit werden. Dabei stehen die Menschen und ihre Mobilitätsbedürfnisse im Mittelpunkt.
Mobilität, für Menschen gemacht
Im Klimaquartier Ramersdorf stehen aktuell 916 Wohneinheiten der Münchner Wohnen. Durch Aufstockung und Erweiterung sollen neue hinzukommen. Um das Klima zu schonen, gibt ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept den Takt vor – eng verknüpft mit den übrigen Planungen. Doch wie gestaltet man ein Wohnquartier so um, dass die Menschen dort gerne klimafreundlich unterwegs sind? Diese Frage will die Münchner Wohnen beantworten – gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.
Im Fokus der Pläne stehen die künftigen Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Fuß- und Radwege werden verbessert, die Nahversorgung gestärkt, einladende Aufenthaltsorte und Grünflächen geschaffen. Schritt für Schritt, über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren, sinkt durch den Bau neuer Wohnungen die Zahl der Parkplätze pro Wohnung. Parallel dazu werden neue Mobilitätsangebote eingeführt und getestet. Etwa Carsharing, Leihräder, E-Lastenräder, Fahrradreparaturstationen oder auch Paketstationen. Klimafreundliche Mobilität soll für alle möglich sein, bedarfsgerecht, einfach und kostengünstig.
Der Wandel beginnt in den Köpfen
Diese Vision wird dann Wirklichkeit, wenn Bauherrin, Verwaltung und die Bewohnerinnen und Bewohner sich auf neue Wege einlassen. Deshalb ist Kommunikation so wichtig. Der Wandel soll nicht von oben verordnet, sondern gemeinsam erarbeitet werden. Ko-kreative Beteiligungsformate laden die Menschen im Quartier ein, ihre Mobilitätszukunft aktiv mitzugestalten. Begleitet wird der Prozess von Partnerinnen aus der Wissenschaft, der Hochschule München und der Technischen Universität München, sowie vom geplanten Sanierungsmanagement im Auftrag des Referats für Stadtplanung und Bauordnung.
Wegbereiter für zukunftsweisendes Wohnen
So wird das Klimaquartier zum Reallabor für die Wohnquartiere der Zukunft. Auch, weil Politik, Verwaltung, Bauherrin und Planung von Anfang an eng zusammenarbeiten und dabei neue rechtliche Wege für den Wandel erproben. Die Erkenntnisse aus dem Projekt lassen sich auf andere Quartiere in München und der Region übertragen. Und dank seiner Größe leistet das Klimaquartier Ramersdorf nicht nur einen Beitrag zu den Münchner Klimazielen – sondern auch zur Schaffung von neuem Wohnraum.

