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Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof Kaufbeuren

Projektstandort: Bahnhof Kaufbeuren
Umsetzungszeitraum: Bahnhofsgebäude kurzfristig, Bahnhofsareal mittel-/langfristig
Projektart: Bauvorhaben
Projekteinreicher:

Deutsche Bahn InfraGo AG und Stadt Kaufbeuren

IBA-M-Projektkandidat-RGB-ac7073

Beschreibung

Die nachhaltige Mobilität der Zukunft stützt sich stark auf die Schiene. Um Bahnhofsgebäude ressourcenschonend weiterzuentwickeln, hat die Deutsche Bahn ein Konzept für kleine und mittlere Bahnhöfe entwickelt, das auf nachwachsende Baustoffe und vernetzte Mobilitätsangebote setzt. In Kaufbeuren wird das Konzept unter dem Arbeitstitel „Grüner Bahnhof“ erstmals mit dem bestehenden Bahnhofsgebäude kombiniert. Die Erfahrungen aus dem Zusammenspiel von Bestand, modularer Erweiterung und vernetzter Mobilität sollen als übertragbares Modell für weitere Bahnhöfe in der Region dienen.

Gut fürs Klima 

Das bestehende Empfangsgebäude wird teilweise zurückgebaut, ressourcenschonend saniert und um eine Holzdachkonstruktion ergänzt. Photovoltaik, begrünte Dächer und Wärmepumpen sollen den Betrieb künftig deutlich klimafreundlicher gestalten. Bereits beim Bau reduzieren wiederverwendbare Materialien, die modulare Bauweise und erneuerbare Energien die CO₂-Emissionen. Auch der Bahnhofsvorplatz wird durch klimaregulierende Maßnahmen aufgewertet.

Gut fürs Quartier und die Region 

Das Projekt soll nicht nur ökologisch überzeugen, sondern auch einen Mehrwert für Stadt und Region schaffen. Der neue Bahnhof wird ein öffentlicher Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Reisende und Anwohnende. Die geplante transparente Wartehalle öffnet sich zur Stadt und schafft Raum für Begegnung. So wachsen Bahnhof und Quartier zu einem funktionalen, einladenden und identitätsstiftenden Ort zusammen. Die Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung nachhaltiger Empfangsgebäude ein und können an weiteren Standorten in der Metropolregion München umgesetzt werden.

Stimmen aus dem Projekt

Lieblingsaspekt
„Mir gefällt besonders, dass wir in Kaufbeuren nicht einfach einen neuen Bahnhof bauen, sondern den Bestand weiterdenken und mit einem modularen Holzbau zu einem neuen Ganzen verbinden. So entsteht aus unterschiedlichen Zeitschichten ein moderner, nachhaltiger Bahnhof mit einer eigenen Identität.“

Erwartung an IBA-M
„Wir möchten Kaufbeuren gemeinsam mit der IBA-M als Beispiel dafür weiterentwickeln, wie aus einem Bahnhof eine echte Mobilitätsdrehscheibe und ein attraktiver Ort in der Stadt werden kann. Gleichzeitig wollen wir Erfahrungen sammeln, die sich auf andere Bahnhöfe in der Metropolregion übertragen lassen.“

Mehrwert vor Ort
„Der Bahnhof soll nicht mehr nur ein Ort sein, an dem man möglichst schnell in den Zug steigt, sondern ein angenehmer, barrierefreier und gut vernetzter Teil der Stadt. Ein heller Wartebereich, bessere Aufenthaltsqualität und die Verknüpfung unterschiedlicher Mobilitätsangebote machen ihn für Reisende und Kaufbeurer gleichermaßen attraktiver.“

Konkrete Veränderung
„Aus dem heutigen Bahnhof entsteht Schritt für Schritt eine moderne Mobilitätsdrehscheibe: Der Bestand wird ressourcenschonend weiterentwickelt, durch einen modularen Holzbau ergänzt und mit dem Bahnhofsvorplatz und den weiteren Mobilitätsangeboten verknüpft. Damit bekommt der Bahnhof auch als öffentlicher Ort und Eingang zur Stadt eine neue Bedeutung.“

Mobilität 2034
„2034 beginnt Mobilität für mich nicht erst im Zug, sondern an einem Ort, an dem Bahn, Fahrrad, Bus, Sharing und Fußverkehr selbstverständlich zusammenspielen. Bahnhöfe werden dann wieder stärker das sein, was sie einmal waren: zentrale öffentliche Orte, die Mobilität ermöglichen und gleichzeitig Identität für eine Stadt schaffen.“

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