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Isarglück I Alte Brücke. Neuer Ort. Für München

Projektstandort: Braunauer Eisenbahnbrücke
Umsetzungszeitraum: mittel
Projektart: Bauvorhaben, Service- / Mobilitätsangebot, Temporäres Projekt
Projekteinreicher:

Isarlust e.V., Zeichen & Wunder

IBA-M-Projektkandidat-RGB-ac7073

Beschreibung

Es ist nur eine Gleisbreite auf einer Brücke – der Braunauer Eisenbahnbrücke. Aber sie kann eine wichtige Verbindung zu den grünen Isarauen im Münchner Südosten herstellen. Das seit mehr als 40 Jahren ungenutzte Gleis bietet genug Platz für Neues. Es soll temporär als neuer Treffpunkt über der Isar zu neuem Leben erweckt und zu einem Fußgängerweg umgenutzt werden. So kann bestehende Infrastruktur revitalisiert und durch den nachhaltigen Einsatz von Ressourcen ein Mehrwert für die Stadtgesellschaft geschaffen werden.

Alte Brücke schafft neue Verbindungen

Die 1871 eingeweihte Brücke gehört zu einer Bahntrasse, die quer durch die Stadt vom Hauptbahnhof bis zum Ostbahnhof reicht. Ein Teil wurde 1981 stillgelegt und 2017 unter Denkmalschutz gestellt. Dieser ungenutzte Abschnitt soll von zivilgesellschaftlichen Akteuren temporär als Fußgängerbrücke reaktiviert werden. Neben dem gemeinnützigen Isarlust e.V. sind wichtige Akteure Zeichen & Wunder, die Deutsche Bahn, das THW München Mitte, das Architekturbüro Hannes Rössler und die Stadt München. Mit der „Isarglück“ könnten neue Verbindungen zwischen vier Stadtvierteln und der Isar geschaffen werden und die Fußwege von rund 80.000 Anwohnenden deutlich verkürzt werden.

Zukunft sichtbar machen

„Isarglück“ soll mehr sein als nur ein Übergang: Sitzgelegenheiten, Begrünung und Aufenthaltsangebote verwandeln sie in einen öffentlichen Raum für Bewegung, Begegnung und Naturerlebnis. Alle Maßnahmen setzen auf trennbare, wiederverwendbare Materialien, sodass die Brücke nach der Nutzung zurückgebaut oder bei Bedarf dauerhaft weiterentwickelt werden kann. Gleichzeitig dient das Projekt als Reallabor für zukunftsfähige Mobilität und zeigt, wie historische Infrastruktur ressourcenschonend wieder- und umgenutzt werden kann.

Organigramm

Stimmen aus dem Projekt

Lieblingsaspekt
„Uns begeistert besonders die Idee, einen Ort mit Geschichten zu einen Ort mit Zukunft zu verwandeln. Die Brücke ist seit über 150 Jahren Teil Münchens und wird heute kaum wahrgenommen. Mit Isarglück kann daraus ein öffentlicher Raum entstehen, der Menschen verbindet, Begegnungen ermöglicht und einen neuen Blick auf die Stadt eröffnet. Es ist selten, dass man die Chance bekommt, ein bestehendes Bauwerk so neu zu denken und gleichzeitig seine Geschichte zu bewahren. „

Erwartung an IBA-M
„Die IBA München steht für innovative und zukunftsweisende Stadtentwicklung. Wir erhoffen uns einen starken fachlichen Austausch, neue Perspektiven und die Sichtbarkeit, die notwendig ist, um ein solches Projekt erfolgreich umzusetzen. Vor allem aber sehen wir die IBA als Plattform, um gemeinsam zu zeigen, wie bestehende Infrastruktur zu wertvollen öffentlichen Räumen transformiert werden kann. „

Mehrwert vor Ort
„Isarglück schafft einen neuen öffentlichen Ort für die Stadtgesellschaft. Die Brücke wird nicht nur eine zusätzliche Verbindung über die Isar sein, sondern auch ein Raum zum Verweilen, Begegnen und Erleben. Für die Menschen vor Ort entstehen neue Wege, neue Perspektiven und neue Möglichkeiten, ihre Stadt zu nutzen. Besonders wertvoll ist dabei, dass ein frei zugänglicher Ort entsteht, der allen offensteht und Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zusammenbringt.“

Konkrete Veränderung
„Konkret entsteht eine neue fußläufige Verbindung zwischen mehreren Stadtteilen und damit eine bessere Vernetzung für rund 200.000 Menschen. Gleichzeitig wird aus einer bislang ungenutzten Infrastruktur ein lebendiger Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Brücke wird vom reinen Bauwerk zum öffentlichen Ort – ein Ort, der Bewegung, Kultur, Nachbarschaft und Natur miteinander verbindet.“

Mobilität 2034
„Mobilität wird im Jahr 2034 deutlich stärker aus der Perspektive der Menschen gedacht werden als aus der Perspektive von Verkehrssystemen. Wege werden nachhaltiger, multimodaler und stärker mit Aufenthaltsqualität verknüpft sein. Die Stadt der Zukunft besteht nicht nur aus Verbindungen zwischen Orten, sondern aus Orten entlang dieser Verbindungen. Genau darin liegt auch die Idee von Isarglück: Mobilität und öffentlicher Raum werden nicht getrennt gedacht, sondern als gemeinsames Erlebnis verstanden.“

Teamfoto