In vielen Städten ist Wohnraum knapp, während viele Mobilitätsräume wie Bahnparkplätze ungenutzt bleiben. Archipelago nutzt dieses Potenzial und schafft darüber neuen Wohnraum, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.
Flexibilität und Nachhaltigkeit
Im Zentrum steht das modulare WeOn-4D-Bausystem. Das Holzmodul lässt sich mechanisch von 2,44 m Transportbreite auf fast das Dreifache ausfalten. Dadurch sinkt der Planungsaufwand und der Transport ist auch über weite Strecken ohne Sondertransport möglich. Durch die Flexibilität der Module ist eine Vielzahl an Wohnungstypen realisierbar: Von Zwei- bis Vier-Zimmer-Grundrisse sind möglich und erfüllen die Bayerische Wohnraumförderung, allesamt mit barrierefreien, natürlich belichteten Bädern. Nachhaltige Baumaterialien wie Edelstahl, Holz, Lehm und Parkett ermöglichen eine CO₂-neutrale Bauweise. Auch die direkte Lage an ÖPNV-Achsen kommt dem Klima zu Gute, dadurch dass sinkt der Bedarf an Autos. Die soziale Teilhabe wird durch barrierefreie Zugänge und Gemeinschaftsflächen gefördert.
Ein neuer Prozess mit Modellcharakter
Wo früher Ausschreibungen, Wettbewerbe, Planungsphasen und Einzelgenehmigungen Jahre dauerten, ermöglicht das System heute einen linearen Ablauf, von der Bedarfsermittlung über die Wohnungsgrößenwahl bis hin zur Bestellung und Aufbau der Module. Es unterstützt beschleunigte Verfahren, bildet eine Grundlage für zukünftige serielle Genehmigungsmodelle und setzt durch Mehrfachnutzung Maßstäbe für nachhaltige Stadtentwicklung. Archipelago kann als Vorbild für ähnliche Projekte dienen und zeigt, wie da Bauen von heute das Wohnen der Zukunft gestaltet.

