#45

A dritts Platzl

Projektstandort: Erste Gespräch ein zwei Kommunen zur Pilotierung
Umsetzungszeitraum: kurz bis mittel
Projektart: Bauvorhaben, Diskursraum und Beteiligungsformat
Projekteinreicher:

Maria Fröhlich und Marco Kellhammer

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Beschreibung

In vielen ländlichen Regionen fehlen attraktive öffentliche Orte, an denen Menschen zusammenkommen können. Mobilitätsorte wie Bushaltestellen oder kleine Bahnhöfe sind zwar vorhanden, wirken aber meist rein funktional. „A dritts Platzl“ möchte das ändern und diese sogenannten Mikro-Orte der Mobilität in lebendige Treffpunkte verwandeln, die soziale Begegnungen fördern, lokale Identität stärken und nachhaltige Mobilität ermöglichen.

Gemeinsam gestalten

Zentral ist der gemeinsame Entstehungsprozess: Ausgehend von den konkreten Bedürfnissen der Menschen und unter Einbezug lokaler Ressourcen und Kultur entstehen Zukunftsbilder der Mobilität. Die Beteiligten verhandeln ihre Erfahrungen und Perspektiven, definieren Funktionen und verteilen Aufgaben – so wird Aneignung möglich. Auf dieser Grundlage werden die Mobilitätsorte mit Bürgerinnen und Bürgern sowie lokalen Akteuren wie dem ortsansässigen Handwerk gestaltet und schrittweise umgesetzt.

Orte, die verbinden

Zwischen Wohnen und Arbeitsplatz entstehen so multifunktionale Hubs „dritte Orte”, die Mobilität bieten, als soziale Treffpunkte wirken und den öffentlichen Raum beleben. Sie öffnen Räume für Begegnung, fördern nachhaltige Mobilität und stärken die lokale Identität – gerade an Orten, die sonst leicht übersehen werden.

Organigramm

Stimmen aus dem Projekt

Lieblingsaspekt
„Prozesshaftigkeit, Gestaltung und Infrastruktur als demokratischer und kultureller Akt. Voneinander lernen als Prinzip – kollektive Intelligenz. Förderung von lokalen Wissen und politische Freiheitsgrade erhalten oder stärken.“

Erwartung an IBA-M
„Die IBA kann ein kulturelles Instrument sein, das gesellschaftliche Herausforderungen in eine Bewegung übersetzt – raus aus dem ‘schon immer so’ und hin zu mutigen und einladenden demokratischen Praktiken und neuen Allianzen der Vielen. Wie können Orte entstehen, an denen Menschen nicht nur ein-, um-, oder aussteigen, sondern Orte, an denen Menschen mitwirken können und die selbst beweglich bleiben? Von der IBA erhoffen wir uns, dass sie die vielen Akteure wirksam miteinander verbindet und politische, sowie finanzielle Rahmenbedingungen und Möglichkeitsräume schafft, um qualitative und langfristig wirkende Entwicklungen anzustoßen.
„

Mehrwert vor Ort
„Menschen erleben, dass sie ihren Ort mitgestalten können und zu einem lebenswerten Miteinander beitragen. Dabei entsteht etwas Unverwechselbares. Orte tragen die Handschrift ihrer Einwohner. Sie stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen, die dort leben. A dritts Platzl verbindet das Praktische einer notwendigen Infrastruktur mit der Suche nach der eigenen Identität als Gemeinschaft und ihrer fortwährenden Gestaltung. „

Konkrete Veränderung
„Ein Bahnhof oder eine Haltestelle verwandeln sich von einem Durchgangsort in einen aktiven Teil des Gemeindelebens, mit neuen Nutzungen, lokalen Akteuren und sichtbaren baulichen Veränderungen. Dabei entstehen lokale Netzwerke, die auch über das Projekt hinaus bestehen, sich verstärken und langfristige Wirksamkeit entfalten können. „

Mobilität 2034
„Mobilität 2034 bedeutet nicht mehr nur, schneller ans Ziel zu kommen. Sie schafft Verbindungen zwischen Menschen, stärkt regionale Wertschöpfung und macht die Metropolregion als Netzwerk lebendiger Orte erlebbar.“

Teamfoto

Team von „A dritts Platzl": Marco Kellhammer und Maria Fröhlich (von links nach rechts) © Reuben Dsilva