Klimaquartier Ramersdorf

Gemeinsam den Mobilitätswandel gestalten

  • Quartiere & Nachbarschaften gewinnen

Projektort

München: Ramersdorf-Perlach

Projektträger:in / Kontaktperson

Münchner Wohnen Service GmbH:
Steffen Knopp, steffen.knopp@muenchner-wohnen.de

in Kooperation mit dem Team der integrierten Quartierssanierung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung

Beschreibung

Das „Klimaquartier Ramersdorf“ mit derzeit 916 Sozialwohnungen der Münchner Wohnen wird umfassend umgestaltet, wobei die Mobilität der Zukunft eine zentrale Rolle spielt. Ziel der IBA-Projektidee ist es, alle Bewohner und Bewohnerinnen aktiv in den Wandel einzubeziehen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Aus einem klassischen „top-down“-Ansatz wird ein gemeinsamer „bottom-up“-Prozess: Ängste werden ernst genommen, moderiert und im Dialog Lösungen erarbeitet. Dieser kooperative Ansatz ist neu für Bestandsquartiere und soll ein Umdenken anstoßen, damit der Mobilitätswandel als echte Verbesserung der Lebensqualität erlebt wird. Nur wie? Gemeinsam mit der Bewohnerschaft werden Alternativen zum eigenen Auto entwickelt, um die Flächen im Quartier gerechter zu verteilen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihre zukünftigen Mobilitätsbedürfnisse – besonders die ohne eigenes Auto.

In den kommenden zehn Jahren wird die Zahl der Stellplätze im Quartier schrittweise von 0,74 auf 0,30 pro Wohnung reduziert. Gleichzeitig entstehen neue Mobilitätsangebote als Alternative zum privaten Pkw und zukünftige Entwicklungen in Stadt und Verkehr werden mitgedacht. Straßenräume werden teilweise zurückgebaut, Flächen besser genutzt sowie Wege für Fußgänger und Fußgängerinnen sowie Radfahrer und Radfahrerinnen verbessert. Mehr Grünflächen und attraktive Aufenthaltsorte für alle Altersgruppen stärken das nachbarschaftliche Miteinander. Ein Sanierungsmanagement begleitet den Prozess und erprobt neue Formen der Beteiligung – von gemeinsamen Planungsprozessen bis zu zielgruppengerechten Angeboten. Wissenschaftliche Partnerinnen wie die Hochschule München und die TUM unterstützen dabei. Für die Verwaltung besteht die Aufgabe darin, die langfristige Entwicklung in städtische Planungen und Genehmigungsverfahren einzubinden und den Erfolg zu sichern. Das gelingt durch die enge Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Planung und Bauherrin sowie durch die bestmögliche Nutzung der rechtlichen Spielräume.

So entsteht ein Reallabor, dessen Erkenntnisse auch auf andere Quartiere in München und darüber hinaus übertragen werden können.

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