#93

Haltestellendesign für automatisierte On-Demand Shuttles

Projektstandort: Stadtgebiet München und Umgebung
Umsetzungszeitraum: kurz
Projektart: Planungsvorhaben
Projekteinreicher:

TUM – Lehrstuhl für Verkehrstechnik

IBA-M-Projektkandidat-RGB-ac7073

Beschreibung

Wie könnten Haltestellen für autonome Shuttles aussehen? Sie müssen für alle Fahrgäste leicht erkennbar sein, und auch die Shuttles müssen „erkennen“, wo sie halten sollen. Das Projekt beschäftigt sich mit dem Design von Haltestellen, die speziell für autonom fahrende Shuttles ausgelegt sind. Autonomes Fahren bietet gerade in ländlichen Räumen oder Stadträndern großes Potenzial, den Nahverkehr zu ergänzen. Die Shuttles reagieren auf den tatsächlichen Bedarf: Wo herkömmliche Buslinien unwirtschaftlich sind, erweitern sie das Angebot, in Städten erleichtern sie den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV. Die Technologie erfordert allerdings spezielle Sicherheits- und Technikstandards, die herkömmliche Haltestellen oft nicht erfüllen. 

Funktion trifft Design 

Im Mittelpunkt steht die Gestaltung der Haltestellen. Neben virtuellen Haltepunkten ohne festen Ort bieten autonome Shuttles auch Ein- und Ausstieg an herkömmlichen Haltestellen. Diese Pick-up-/Drop-off-Points sollen nutzerfreundlich sein, den technologischen Anforderungen entsprechen und sich harmonisch in die Umgebung einfügen. 

Tests unter realen Bedingungen 

Neben der Entwicklung eines in der Region und darüber hinaus beispielhaften Baukastens für On-Demand-Haltestellen ist eine Testphase des Konzepts geplant. In einer Pilotphase sollen im Reallabor die Verständlichkeit der Fahrgastinformationen sowie die technische Ausstattung getestet werden. Das Fahrgastverhalten wird dabei an unterschiedlichen Haltestellenkonzepten auf dem „Mobility Innovation Campus“ der TU München erprobt und dient als Entwurf eines Prototypen, welcher im Anschluss mit kommunalen Partnern in der Praxis erprobt werden soll.

Organigramm

Stimmen aus dem Projekt

Lieblingsaspekt
„Uns begeistert, dass Mobilitätsinfrastruktur nicht isoliert gedacht wird, sondern als Teil der gebauten Umwelt einen Mehrwert für den öffentlichen Raum schafft. Besonders spannend ist für uns, wie automatisierte Mobilitätsangebote sinnvoll in bestehende Verkehrssysteme integriert werden können.“

Erwartung an IBA-M
„Wir wünschen uns einen interdisziplinären Austausch, um Mobilität, Stadtentwicklung und Architektur gemeinsam weiterzudenken. Die IBA-M bietet die Chance, innovative Ansätze in einen größeren gesellschaftlichen und planerischen Zusammenhang einzuordnen.“

Mehrwert vor Ort
„Mobilitätsstationen werden zu identitätsstiftenden Orten, die Orientierung, Aufenthalt und Begegnung miteinander verbinden. Durch neue automatisierte Angebote entstehen sowohl in der Stadt als auch im ländlichen Raum flexiblere und besser vernetzte Mobilitätslösungen.“

Konkrete Veränderung
„Das Projekt entwickelt technische Mobilitätsknoten zu identitätsstiftende Stadträumen weiter und macht nachhaltige Mobilität sichtbar und erlebbar. Im ländlichen Raum können neue Bedienformen die Erreichbarkeit verbessern und damit die Attraktivität der Region stärken.“

Mobilität 2034
„Wir wünschen uns eine Mobilität, die den öffentlichen Raum nicht länger dominiert, sondern ihn bereichert. Intelligente und flächensparende Angebote schaffen mehr Raum für Begegnung, Grün und urbanes Leben.“

Teamfoto

Prof. Dr. Klaus Bogenberger, Fabian Fehn, Katharina Thomas und Maurice Fabien Nitsche (von links nach rechts) © IBA-M